Sehr wichtig erscheint mir das praktische Wissen, das Goldrausch mir vermittelt hat, vor allem die Produktion des Kataloges und die HTML-Grundlagen für die Webseiten. Natürlich gab es nicht Gelegenheit, sofort alles Gelernte in die Tat umzusetzen; trotzdem halte ich es für einen großen Vorteil, dass das GR-Programm ganz klar den Charakter von Workshops hat. Darüber hinaus denke ich, dass die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den anderen Teilnehmerinnen die Einschätzung und Verdeutlichung meiner eigenen künstlerischen Position sehr gefördert hat.
Bettina Carl (Goldrausch 13 – 2002/2003)
02
Für mich war das Jahr bei Goldrausch, trotz des Zeitaufwandes, ein künstlerisch äußerst produktives Jahr, da ich durch das ständige Kommunizieren über die eigene Arbeit und deren Vermarktung hoch motiviert war. Der Kontakt zu neuen Künstlerinnen und Einblicke in die Berliner Kunstszene waren für mich sehr wichtig, da ich nicht in Berlin studiert hatte.
Rabea Eipperle (Goldrausch 13 – 2002/2003)
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Ich habe interessante Künstlerinnen und Kursleiterinnen kennen gelernt. Aus dem Kursjahr ist eine Art Netzwerk hervorgegangen, weil wir uns weiterhin in Form von Mails zu Ausstellungen, Aktionen, feierlichen Anlässen und gegenseitigen Hilfeleistungen einladen, anfragen und informieren. Zudem ist es natürlich super gut, diesen Katalog zu haben und verteilen zu können. Und wenn man Goldrausch dazu erwähnt, kommt es sehr häufig vor, dass die Ausstellung gesehen und eine Zuordnung im positiven Sinne getroffen wird.
Christine Weber (Goldrausch 13 – 2002/2003)
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Die Vernetzung mit Künstlerinnen in Berlin/ Website und Katalog sind sehr, sehr brauchbar! Daraus haben sich schon neue Kontakte und Projekte ergeben/ Erfahrungsaustausch mit anderen Künstlerinnen/ gemeinsam über die Arbeiten reflektieren/ konzeptionelle Reflektionen über den Katalog, Website und Ausstellung mit Birgit Effinger und Annette Maechtel war sehr gut, könnte ich jetzt auch manchmal gut gebrauchen/ persönliche Kontextualisierung durch Gespräche mit geladenen Gästen fand ich auch gut.
Ella Ziegler (Goldrausch 13 – 2002/2003)
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Ich fand es überraschend, wie normal meine Probleme im Umgang mit dem Verbreiten meiner Werke und im Sichern meines Lebensunterhalts sind. "Kunst ist kurzlebig, auch der Erfolg darin, es empfiehlt sich, einen Geldjob zu machen" Ð sinngemäß die Quintessenz meiner Erfahrungen. Mitgenommen habe ich den Kontakt zu einigen, die den Kurs mit mir gemeinsam absolviert haben, ich konnte sie lange genug anschauen, um feststellen zu können, dass sie sehr nette Leute sind. Das tut gut. Ist selten, eine Art von geschätztem Raum.
Christine Kriegerowski (Goldrausch 10 – 1998/00)
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Goldrausch bietet eine intensive Auseinandersetzung mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen, Kunstbegriffen und Mentalitäten. Ich habe sehr viel Übung im Präsentieren meiner Arbeit bekommen und praktisches, technisches Know-how (Layoutfragen, Präsentationsfragen, ...), Kontakte mit Künstlerinnen und ReferentInnen, die mir sehr viel geholfen und konkret genutzt haben (Einladungen und Empfehlungen zu Werkvorträgen und Seminaren, Ausstellungen ...). Ferner nehme ich wahr, dass eine Goldrauschteilnahme in Berlin oft als positive Referenz gelesen wird. Es haben sich für mich bestimmte neue Perspektiven eröffnet, andere verabschiedet.
Susanne Bosch (Goldrausch 11 – 1999/2000)
07
Es gibt unterschiedliche Aspekte, die ich aus dem Projekt mitgenommen habe: Ich habe die Erfahrung der Katalogherstellung und einige der Vorträge der geladenen Gäste als sehr bereichernd erlebt. Im Zuge des Programms wurden einem in kompakten Seminareinheiten noch mal die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, die man als KünstlerIn trägt, sehr verdeutlicht und es bildete sich ein schärferes, geschlossenes Berufsbild, was das Selbstgefühl als freischaffende Künstlerin stärkte und somit ein gutes Training für die Darstellung der eigenen Arbeit nach außen war.
Karin Rosenberg (Goldrausch 11 – 1999/2000)
08
Außer dem Katalog, der mich heute an Goldrausch erinnert, waren natürlich die Kontakte und die Einblicke in die Arbeiten anderer sehr wichtig. Die Vorstellung der Kritiker, Galeristen, Kuratoren fand ich sehr interessant und wichtig. Um vielleicht dieses Frauenlobbygefühl tatsächlich dauerhaft zu installieren, könnte sich Goldrausch zu einem wachsenden Büro entwickeln, welches auch für interessierte Kunstleute offen ist. Die Künstlerinnen bekommen ein Postfach, wo eine aktuelle Mappe einzusehen ist. Jede legt nach und kann sich über die anderen informieren und sich dort treffen. Interessante offene Vorträge usw. wären möglich ...
Heike Hamann (Goldrausch x-ten – 1998/99)
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Goldrausch hat mir die Augen geöffnet, wenn auch nicht unbedingt in die Richtung, die ich zunächst vermutet habe. Es sind eben immer lange Wege bis sich etwas klärt, ordnet und sich dann zu einem Ganzen fügt. Der Kurs war sehr wichtig für mich und meine berufliche Entwicklung. Die Kunst ist dabei in die zweite Reihe gelangt. Stattdessen habe ich meine Lehrerlaufbahn verfolgt, abgeschlossen und bin inzwischen wieder soweit, dass ich mit viel Kraft auch die Kunst verfolgen kann.
Goldrausch hat mir grundsätzlich deutlich gemacht, dass man sehr mobil sein muss, um sich in der Kunst zu etablieren. In unserem Kurs gab es Künstlerinnen, deren schweren Weg, die Kunst als Beruf zu betreiben, ich nicht teilen wollte.
Hanna Lentz (Goldrausch x-ten – 1998/99)
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Das Künstlerinnenprojekt war eine Möglichkeit, verschiedensten 'Künstlerinnenformen' näher zukommen und die eigene dabei in der Distanz zu sehen. Ich bekam Durchblicke, z.B. in der Rechts- und Steuerrealität, die reichen, um sich als Einzelunternehmerin selbst zu organisieren.
Juliane Duda (Goldrausch 9 – 1997/98)
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Wann hat man schon mal die Möglichkeit 15 Künstlerinnen (ich zähle mich selbst auch dazu) und ihre Sichtweisen und Haltungen kennen zu lernen Ð und dann auch noch zu erfahren, wie sich diese Positionen im Laufe des Jahres durch die gemeinsamen Gespräche genauer definieren und verändern? Für mich war das die wichtigste Erfahrung.
Friederike Feldmann (Goldrausch 8 – 1996/97)
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Zu der damaligen Zeit empfand ich das Projekt als eine weitgehend angenehme, behütete, bisweilen etwas betuliche und sehr zeitaufwendige Einrichtung. Mitgenommen habe ich nette Kontakte.
Tina Born (Goldrausch 7 – 1995/96)
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Das Kursprogramm war für mich wichtig, weil ich zum einen die Arbeitsweise anderer Künstlerinnen besser kennen gelernt habe und zum anderen in Kooperationen und Netzwerke eingestiegen bin. Mitgenommen habe ich den Katalog, die Ausstellung und ein bewussteres Selbstverständnis als Künstlerin.
Francis Zeischegg (Goldrausch 7 – 1995/96)
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In der fast neunmonatigen Ausbildung gab es vieles über den Kunstmarkt zu lernen, was in einer Hochschule in der Ausbildung fehlt. Wie nach jedem Abschluss eines Studiums, veränderten sich die Einsichten oder die persönlichen Ansätze der eigenen Kunstproduktion. Einige der Teilnehmerinnen haben ihr Arbeitsfeld verändert, anderen ist es weiterhin gelungen, in den Markt einzusteigen. Nach wie vor ist es wohl nicht möglich, einen "goldenen Schlüssel" zum Einstieg in den Markt zu lehren.
Nach Beendigung des Projekts habe ich mich um ein Langzeitstipendium an meiner damaligen Akademie beworben. So sind fünf Jahre der Lehre und der eigenen Kunstproduktion vergangen, in denen ich vieles aus dem Goldrauschprojekt anwenden konnte. Die Kunstvermittlung ist seitdem ein Standbein meiner eigenen Arbeit als Künstlerin geworden. Mehr denn je setzte ich auf eine gute, klare Ausbildung von jungen Kunststudenten, um deren Qualitäten zu entwickeln, bzw. rechtzeitig Hinweise für eine Überprüfung der eigenen Ziele zu diskutieren.
Julia Neuenhausen (Goldrausch 6 – 1994/95)
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Ich habe 1992/1993 am vierten Goldrauschdurchgang teilgenommen, also innerhalb einer sehr frühen Goldrauschphase mit Ute Birk und Anne-Marie Freybourg. Goldrausch hat mein Leben stark verändert. Ich bekam dort die Form der Diskussion und Auseinandersetzung, die ich im Rahmen meines Studiums an der Berliner HdK sehr vermisst habe. Goldrausch hat mir damals den Blick geöffnet. Ich arbeite seit nunmehr vier Jahren selbst in der künstlerischen Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar. Im Jahre 2001 habe ich mit Prof. Bachhuber den ersten künstlerischen MFA-Studiengang in Deutschland: Public Art and New Artistic Strategies gegründet. In der Lehre und Auseinandersetzung mit den Inhalten in diesem postgradualen Studiengang, denke ich oft an Goldrausch und die aufklärerische Dimension, die für mich daraus erwachsen ist. Die Strukturierung des Wissens, den Professionalisierungsanspruch, Verknüpfungs- und Vernetzungsstrategien für vor allem ausländische Studierende zu planen und zu denken, ist eine Aufgabe, die ich anders lösen würde, hätte es die Erfahrung mit Goldrausch nicht gegeben.
Katharina Hohmann (Goldrausch 4 – 1992/93)
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Das Projekt erleichterte den Übergang vom Studium in die freie Wildbahn, da diskursive Auseinandersetzungen weitergeführt wurden und Themen behandelt wurden, die im Studium nicht vorkamen. Konstruktiv für mich war, mich bei meinen ersten Berufsschritten in relativierende Vergleiche mit Kolleginnen zu setzen. Die Langzeitwirkung ist jedoch fraglich, da abseits des konventionellen Berufsbildes zu wenig über Alternativen und Kombinationslösungen nachgedacht wurde. Mitgenommen habe ich den Kontakt zu einer Kollegin/Freundin, mit der heute noch beruflicher und inhaltlicher Austausch stattfindet und das Wissen, dass es einen konventionellen Weg gibt, Künstlerin zu werden Ð und zu bleiben, der jedoch in den wenigsten Fällen lebbar und praktikabel ist.
Christiane ten Hoevel (Goldrausch 4 – 1992/93)
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Spannend war das Zusammentreffen sehr unterschiedlicher Künstlerinnen und ihrer Positionen. Die Auseinandersetzungen hatten den Charakter offener, dialektischer Prozesse. Die sich daraus ergebenden gegensätzlichen Positionen haben mir andere künstlerische Denkrichtungen erschlossen. Darüber hinaus habe ich Informationen über Zusammenhänge und Wirkungsweisen des Kunstbetriebs aufgenommen, die mir so nicht bekannt waren.
Carola Scheil (Goldrausch 3 – 1991/92)
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Goldrausch war sehr wichtig für mich! 1991 war ich im Goldrauschprojekt die einzige Ostberliner Malerin (seit 1980 freiberuflich) und neu konfrontiert mit den Problemen von Steuerrecht, Vertragsrecht und Kunstmarkt. Die Atelierbesuche untereinander Ð die Gespräche miteinander (sie bedeuteten mir besonders viel) ermöglichten mir wichtige Einblicke in die bis heute unverändert schwierige Gratwanderung von Künstlerinnen zwischen 'Job = Geld-verdienen-Müssen', und trotzdem 'an der Idee dran bleiben'.
Marion Stille (Goldrausch 3 – 1991/92)
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Im Großen und Ganzen war das Goldrausch Projekt in Ordnung. Vom Know-how habe ich zunächst nicht so profitiert. Ich habe aber nette Leute und Bekanntschaften mitgenommen. Wichtig war die Möglichkeit, den ersten eigenen Katalog zu produzieren. Zudem bekam ich eine Orientierung in der Berliner Kunstlandschaft. Ich wusste seit dem Projekt, wer wer ist.
Grete Peschken (Goldrausch 1 – 1989/90)
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Für mich war das Goldrausch Künstlerinnenprojekt wichtig, weil ich dort mit Aspekten der Kunstpraxis vertraut gemacht wurde, die mir an der Berliner Hochschule der Künste nicht vermittelt wurden. Damit meine ich praktische Informationen wie z.B. über die Künstlersozialkasse, die mir sicherlich viel Zeit gespart haben, aber auch die Vorstellung von Ausstellungsmachern, die Einblicke hinter die Vermarktung und Präsentation von Kunst vermittelten, wie komplex das ist und was hinter der eigentlichen Kunstproduktion steht. Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass jede Künstlerin, und jeder Künstler natürlich auch, nur seinen eigenen Weg gehen kann. Ich meine nicht die künstlerische Position, das setze ich voraus, sondern die Vermarktung und Präsenz im Betrieb. Es gibt bestimmt nicht zwei Karrieren, die sich ähneln, ich kann nur versuchen, für mich herauszufinden, was für mich wichtig ist.
Nadine Rennert (Goldrausch 1 – 1989/90)
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